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"Energie ist die Kraft, das Leben bewusst zu genießen."

Gutes Sehen ist mehr als Technik – es ist ein Zusammenspiel aus Erfahrung, Aufmerksamkeit und echter Zuwendung. Der Blickpunkt Hochstadt steht für persönliche Beratung, handwerkliche Sorgfalt und ein herzliches Miteinander.

Martina Kobel, Inhaberin von Augenoptik Kobel – Blickpunkt Hochstadt, gehört seit vielen Jahren fest zu Maintal – mit einem Handwerk, das Nähe, Präzision und Menschlichkeit verbindet. 

Für unser Magazin Gude Maintal hat Timo Geibel mit ihr über ihren Weg in die Selbstständigkeit, ihre Verbundenheit zur Region, ihr Engagement für Umwelt und Kinder sowie die Bedeutung echter Servicekultur gesprochen. Ein Gespräch über Leidenschaft, Verantwortung und das, was Maintal für sie ausmacht.

Frau Kobel, wie sind Sie ursprünglich zur Augenoptik gekommen?

Ich interessierte mich zunächst für den Beruf Goldschmiedin und machte in den Ferien ein 2 Monatiges Praktikum in Hanau. Der Inhaber wollte mich anschließend ausbilden, doch er zog 6 Monate später nach Berlin. Mir war klar, dass ich im Handwerk bleiben möchte – etwas Kreatives, Sinnvolles, mit Menschen sein. 

Über einen befreundeten Optiker meiner Eltern kam ich schließlich zur Augenoptik in Frankfurt/M, und schon beim ersten Kontakt wusste ich: Das passt zu mir. Nach vielen Weiterbildungen und Jahren Erfahrung reifte in mir der Wunsch, mich selbstständig zu machen. 

Wenn Sie zurückblicken: Wie haben Sie Ihre Selbstständigkeit erlebt?

Selbstständigkeit klingt oft leichter, als sie in Wirklichkeit ist. Sie bedeutet Einsatz, Verantwortung und sehr viel persönliche Energie. Ich musste neben dem Aufbau des Geschäfts auch familiäre Verpflichtungen stemmen und dies bei einer 6 Tage Arbeits-Woche. Trotzdem habe ich diesen Weg nie bereut. Im Gegenteil: Ich bin dankbar, dass ich mich getraut habe, meinen eigenen beruflichen Weg zu gehen. 

Die Liebe zu meiner Berufung, mein spezielles augenoptisches Wissen und die Nähe zu meinen Kundinnen und Kunden haben mir immer wieder gezeigt, dass es genau die richtige Entscheidung war.

Wie würden Sie die Atmosphäre und Philosophie in Ihrem Geschäft beschreiben?

Für mich steht das Miteinander im Mittelpunkt. Jede Kundin und jeder Kunde bringt eine eigene Geschichte, eigene Wünsche und Bedürfnisse mit – und darauf gehe ich einfühlsam ein. Wir nehmen uns Zeit, hören genau zu und suchen gemeinsam die bestmögliche Lösung für gutes Sehen. Es geht um Persönlichkeit, Individualität und echtes Handwerk. Viele Menschen sagen mir, dass sie sich bei uns wohlfühlen – und genau das ist das schönste Kompliment.

Was bedeutet Maintal für Sie als Standort Ihrer Selbstständigkeit?

Ich bin in Maintal-Wachenbuchen aufgewachsen, und für mich war immer klar: Wenn ich mich selbstständig mache, dann hier in der Region. Große Städte wie Frankfurt waren für mich keine Option, weil ich Nähe und Verbundenheit schätze. Maintal ist überschaubar, persönlich und bietet genau die richtige Mischung aus lokaler Gemeinschaft und treuen Kundinnen und Kunden. Ich fühle mich hier verwurzelt, und das spüren auch die Menschen, die zu uns kommen.

Haben Sie jemals darüber nachgedacht, Ihren Betrieb zu erweitern oder eine zweite Filiale zu eröffnen?

Nein, das war nie mein Ziel. Mein Anspruch ist es, persönlich präsent zu sein – und das kann ich nur an einem Standort. 

Ein zweites Geschäft würde bedeuten, meine Zeit zu teilen, und das widerspricht meiner Vorstellung von Qualität. Ich möchte meine Kundinnen und Kunden selbst begleiten, beraten und unterstützen. Ein kleiner, feiner Laden, geführt mit Herz und vollem Einsatz, ist für mich genau das Richtige.

Sie engagieren sich stark sozial und ökologisch. Was treibt Sie dabei an?

Soziale Verantwortung und Umweltschutz gehören für mich einfach dazu. Seit Beginn meiner Selbstständigkeit spende ich regelmäßig einen Teil meiner Einnahmen an lokale Vereine in Maintal, die auf Spenden angewiesen sind. Sowie andere Herzensprojekte. Besonders wichtig ist mir die Umwelt: Bäume pflanzen, Natur schützen, globale Nachhaltigkeit fördern – das sind Themen, die mich tief bewegen. 

Gleichzeitig unterstütze ich Kinder und Jugendliche, die nicht die besten Startbedingungen haben. Ob lokal hier in der Region oder international: Mir ist es wichtig, etwas zurückzugeben.

Welche Rolle spielt Regionalität für Sie persönlich und als Unternehmerin?

Regionalität bedeutet für mich echtes Miteinander. In einer Stadt wie Maintal kennt man sich, unterstützt sich, tauscht sich aus. Ich finde es wichtig, lokale Geschäfte zu stärken, Handwerker in Maintal in meinen Laden einzubeziehen und gemeinsam etwas zu bewegen. Wir profitieren alle voneinander, wenn wir regional denken und handeln. 

Dieses Vertrauen, das man sich hier aufbaut, kann kein überregionaler Anbieter ersetzen. Es macht die Arbeit wärmer, ehrlicher und menschlicher.

Warum haben Sie sich bewusst für die Maintal Werke als Energiepartner entschieden?

Zum einen, weil ich regionalen Unternehmen vertraue. Zum anderen, weil viele Menschen gar nicht wissen, dass die Maintal Werke auch Ökostrom anbieten – und das zu wirklich fairen Bedingungen. Für die Umwelt ist das ein wichtiger Schritt, und ich finde, dass nachhaltige Energie viel stärker genutzt werden sollte. Regional, transparent und ökologisch – das passt einfach zu meinen eigenen Werten. Deshalb bin ich sehr bewusst bei den Maintal Werken geblieben.

Was würden Sie jungen Gründerinnen und Gründern heute mit auf den Weg geben?

Man sollte sich nicht von der Größe eines Ortes abschrecken lassen. Viele haben mir damals gesagt: „In Maintal? Wie soll das funktionieren?“ Doch Standortfragen sind oft weniger wichtig als andere Dinge: Know-how, Empathie, Präzision und ehrliche Freundlichkeit. Wer Menschen ernst nimmt und gute Dienstleistung bietet, wird Erfolg haben – egal ob in einer Großstadt oder in einer kleinen Gemeinde. Diese Erfahrung möchte ich jungen Gründerinnen und Gründern unbedingt weitergeben.

Wenn Sie an die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre denken – was wünschen Sie sich für Ihr Geschäft und für Maintal?

Ich wünsche mir, weiterhin ein vertrauensvoller Ansprechpartner für gutes Sehen in Maintal zu bleiben. Qualität, Modernität und persönliche Nähe sollen auch in Zukunft die Grundlage meiner Arbeit sein. 

Gleichzeitig hoffe ich, dass Maintal als Standort lebendig bleibt, dass es engagierte Menschen gibt, die sich einbringen und Verantwortung übernehmen. Eine starke Gemeinschaft, die miteinander wächst – das wäre mein Wunsch für die kommenden Jahre.

Wenn Sie an Ihre eigene Energieformel denken: Was bedeutet „Energie“ für Sie im Alltag?

Energie ist für mich die Kraft, das Leben im Hier und Jetzt zu genießen. Dinge anzupacken, bewusst wahrzunehmen, lieben was ist, und Zeit mit Humor und Freude zu füllen. Energie ist ein Gefühl von Lebendigkeit – und ein Antrieb, jeden Tag mit einem Lächeln zu beginnen.

Vielen Dank, Frau Kobel, für das inspirierende Gespräch, die spannenden Einblicke – und natürlich für den brillanten Blick hinter die Kulissen. : ) 

 

 

Das Gespräch mit Frau Kobel zeigt, wie viel Leidenschaft, handwerkliche Präzision und Menschlichkeit in einem kleinen regionalen Betrieb stecken. Ihre Art, Kundinnen und Kunden mit Empathie zu begleiten, macht deutlich, wie wichtig Nähe und Vertrauen für gutes Handwerk sind.

Mit ihrem sozialen Engagement und ihrem Einsatz für die Umwelt setzt sie zudem starke Zeichen für Verantwortung in der Region. Für Frau Kobel zählt nicht Größe, sondern Authentizität – und genau das macht sie zu einer besonderen Stimme des Maintaler Handwerks.

Unternehmen –  Augenoptik Kobel, Hochstädter Blickpunkt
Geschäftsführerin –  Martina Kobel
Ort  –  Maintal-Hochstadt
Leistungen –  Individuelle Brillen und Kontaktlinsenanpassung, persönliche Sehtests, maßgeschneiderte Lösungen, Gleitsichtberatung, Brillenservice und Reparaturen 
Philosophie –  Der Mensch steht im Mittelpunkt: persönliche und empathische Beratung, individuelle Lösungen statt „Brille von der Stange“, Steigerung der Lebensqualität durch gutes Sehen
Besonderheiten –  Handwerkliche Präzision, spürbare Nähe zu Kundinnen und Kunden, nachhaltiges und soziales Engagement, tief in Maintal und der Region verwurzelt
Startseite Wir Gude Maintal Interview mit Martina Kobel vom Blickpunkt Hochstadt