Display, Paul Sellinger für die Maintal-Werke GmbH ©

Unsere FAQ's zu E-Mobilität

Im Rahmen des Kaufes für ein Elektroauto tauchen viele Fragen auf.

Mangelnde Informationen und falsche Fakten können den Entscheidungsprozess behindern und verlängern. In den Medien und der Öffentlichkeit kursieren viele Behauptungen über die E-Mobilität. Doch was ist wirklich dran an den Vorurteilen über sehr hohe Anschaffungskosten, die nicht flächendeckende Ladeinfrastruktur, das komplizierte Handling mit Ladezeiten und geringen Reichweiten?
Mit diesen FAQ`s möchten wir Ihnen darauf Antworten geben. Sie sollen Ihnen dabei helfen, sich im Dschungel der E-Mobilität zurechtzufinden. Wir bieten Ihnen Wissenswertes zu Elektroautos, vertiefende Informationen zu Ladeinfrastruktur und Ladesäulen in Maintal


Ab wann lohnt sich ein Umstieg? Wieviel Reichweite hat ein E-Auto?

  • Welche E-Fahrzeug-Antriebe gibt es?

    Das reine Elektroauto (BEV = Battery Electric Vehicle)

    Reine Elektrofahrzeuge sind mit einem Elektromotor ausgestattet und beziehen die Antriebsenergie aus einer Batterie im Fahrzeug. Die Batterie wird über das Stromnetz aufgeladen und kann zurückgewonnene Bremsenergie speichern (Fachbegriff: Rekuperation).

    Hybridfahrzeug (HEV = Hybrid Electric Vehicle)

    Ein Hybridfahrzeug vereint das elektrische mit dem konventionellen Antriebssystem (HEV = "Hybrid Electric Vehicle"). Diese Fahrzeuge sind sowohl mit einem Elektromotor als auch mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet. Die eingebaute Batterie wird ausschließlich über die zurückgewonnene Bremsenergie oder den Verbrennungsmotor geladen.

    Range Extender (REEV = Range Extended Electric Vehicle)

    Elektrofahrzeuge, die zusätzlich zur Batterie einen kleinen Verbrennungsmotor („Range Extender“ = Reichweitenverlängerer) verbaut haben, nennt man REEV. Dieser Zusatzmotor liefert Strom für die Batterie, treibt das Fahrzeug jedoch nicht direkt an (im Gegensatz zum HEV). Bei niedrigem Batteriestatus wird der Range Extender automatisch aktiviert und hält den Akkustatus während der Fahrt auf einem konstanten Niveau.

    Plug-In-Hybridfahrzeug (PHEV = Plug-In-Hybrid Electric Vehicle)

    Ein PHEV ist technologisch mit einem HEV vergleichbar, mit dem Hauptunterschied, dass die Batterie auch über das Stromnetz aufgeladen werden kann.

     

  • Welche Steckertypen gibt es für Elektrofahrzeuge?

    In Europa haben sich die Standards Typ 2 für das Wechselstromladen (AC-Ladung) und CCS (Combo2) für das Gleichstromladen (DC-Ladung) durchgesetzt. Neben den europäischen Standards gibt es in Europa noch den asiatischen CHAdeMO-Standard für DC-Ladung.

     

  • Welche Reichweite haben Elektroautos und wie sind deren Einflussfaktoren?

    Wie weit ein E-Fahrzeug fahren kann, hängt von zwei entscheidenden Größen ab: dem Verbrauch des E-Motors und der Batterie. Je mehr Speicherkraft eine Batterie hat, desto höher ist die Reichweite. Hersteller kalkulieren die Reichweite bei einem Kleinwagen wie z.B. dem Citroën C-Zero mit ca. 150 bis 250 km. Bei Modellen wie dem Tesla S oder dem Opel Ampera-E geben Hersteller 250 bis zu 550 km an. Es handelt sich hierbei allerdings um theoretische Werte, die je nach Fahrverhalten in der Praxis stark abweichen können. Ein sportlicher Fahrstil, mit hoher Geschwindigkeit sowie die Nutzung von Heizung und Klimaanlage kann die Reichweite deutlich verringern. Intelligente Boardsysteme kalkulieren die Reichweite mittlerweile sehr genau und geben dem Fahrer eine sichere Orientierung.

  • Wie lange hält der Akku meines Elektroautos?

    Neueste Akkus sind für mehrere Tausend Lade- und Entladezyklen ausgerichtet. Herstellergarantien von bis zu 160.000 km Laufleistungen und einem Zeitraum von acht bis zehn Jahre sind keine Seltenheit. In der Praxis zeigt sich, dass die Lebensdauer der Akkus die Erwartungen der Hersteller oft übertreffen. Selbst bei einer Laufleistung von 200.000 Kilometern liegen die Akkus in der Regel noch bei über 90 Prozent Batteriegesundheit.

    Akkus sollten am Ende der Garantiezeit mindestens 80% der Nominalkapazität haben. Unterschreitet die Kapazität diesen Wert, ist der Akku nicht mehr wirklich einsatzfähig.

    Der Akku kann dann als stationärer Speicher genutzt werden, beispielsweise zur Speicherung von Strom aus einer Photovoltaik-Anlage. Geht das zweite Leben des Akkus dann auch zu Ende, werden sie recycelt. Spezialisierte Unternehmen gewinnen durch das Recycling wertvolle Rohstoffe wie Kobalt, Lithium und Nickel zurück.

     

  • Lohnt sich das Umsteigen auf ein E-Auto?

    Hierfür müssen die Gesamtkosten eines Elektrofahrzeugs mit einem Verbrenner verglichen werden. Hierzu zählen die Anschaffungskosten, die Strom- bzw. Kraftstoffkosten, die Betriebskosten (Wartung, Reparatur, Steuern und Versicherung), die Abschreibung für die Abnutzung sowie der Fahrzeugrestwert. Elektroautos haben zwar hohe Anschaffungskosten, schneiden aber aufgrund der geringen Stromverbrauchs- und Betriebskosten ab einer gewissen Fahrleistung pro Jahr besser ab.

     

Wissenswertes über das Laden und Ladesäulen!

  • Wie lange dauert das Aufladen meines Elektroautos?

    Die Ladedauer eines Elektroautos hängt von mehreren Faktoren ab, wie der Ladetechnik des Elektrofahrzeugs, der Kapazität der Batterie und der Leistung der Ladestation. Die Ladezeit lässt sich vereinfacht mit folgender Formel berechnen:

    Ladezeit = Batteriekapazität / Ladeleistung

    Damit lässt sich bspw. eine 40 kWh Batterie an einer Schnellladesäule mit 50 kW in weniger als einer Stunde wieder komplett aufladen. An einer normalen Haushaltssteckdose (3,7 kW) dauert der Ladevorgang dagegen länger als 10 Stunden. Wichtig ist jedoch zu beachten, dass einige Elektroautos an einer 22 kW-AC Ladestation z.B. nur mit 11 kW laden können, da die Ladetechnik des Fahrzeugs nicht mehr hergibt.

  • Kann ich mein Elektroauto auch an einer normalen Steckdose laden?

    Gebräuchliche Haushaltssteckdosen sind nur bedingt zum Laden von Elektrofahrzeugen einsetzbar. Bei älteren und nicht erprobten Hausinstallationen kann eine Dauerbelastung zu Überhitzung und sogar zu Brandgefahr führen. In der Regel haben Haushaltssteckdosen keine eigene Schutzeinrichtung bei Fehlerströmen. Zudem dauert die Ladung sehr lange. Experten empfehlen ausdrücklich herkömmliche 230-Volt-Steckdosen durch einen Elektriker vorab prüfen zu lassen.

  • Welche Vorteile hat eine Ladestation (z.B. eine Wallbox) für Zuhause?

    Die normale Haushaltssteckdose ist für die dauerhaft hohe Belastung nicht ausgelegt, so dass die Installation einer Wand-Ladestation (sog. Wallbox) empfohlen wird. Die Wallbox wird normalerweise an eine Starkstromleitung angeschlossen, so dass Sie mit höherer Leistung und damit schneller laden können. Da das E-Fahrzeug zu Hause oder beim Arbeitgeber meist über längere Zeit steht, reicht eine Leistung von 3,7 bis 11 kW für eine Wallbox in der Regel aus. Darüber hinaus haben in der Regel alle Wallboxen einen FI-Schutzschalter integriert. Dieser verhindert, dass eine Person einen Stromschlag bekommt, falls ein Kontakt feucht geworden ist oder eine Leitung defekt sein sollte.

  • Was ist der Unterschied zwischen einer Ladesäule und einer Wallbox?

    Wallbox

    •     Primär für die Nutzung im Innenbereich - private Garage etc.
    •     Wandmontage
    •     In der Regel Wechselstrom (AC)
    •     Typische AC Ladeleistungen: 3,7 kW / 11 kW / 22 kW

    Ladesäule

    •     Primär für die Nutzung im Außenbereich, öffentliche Parkplätze etc.
    •     Bodenaufstellung
    •     Wechselstrom (AC) und Gleichstrom (DC)
    •     Typische AC Ladeleistungen: 11 kW / 22 kW
    •     Typische DC Ladeleistung: >=50 kW

     

  • Warum muss die Wallbox vor Inbetriebnahme beim Netzbetreiber angemeldet werden?

    Das Leitungsnetz innerhalb eines Straßenzugs oder eines Wohnviertels verfügt über eine definierte Leistung. Diese Leistung ist tendenziell sehr großzügig berechnet. Sollten allerdings mehrere Haushalte zeitgleich einen hohen Stromverbrauch haben (z.B. weil abends mehrere Wallboxen laden), kann es unter Umständen zu Engpässen kommen. Durch das Anmeldungsverfahren sind die Netzbetreiber frühzeitig informiert, in welchen Gebieten Ladestationen angebracht werden und haben somit die Möglichkeit, rechtzeitig die Leitungen und Netze zu verstärken oder auszubauen.

    Anmledung einer Ladestation
  • Wie nutze ich öffentliche Ladesäulen?

    Die Ladeninfrastruktur in Maintal wurde in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet. In Maintal können Sie Ihr Elektroauto an 16 Ladepunkten verteilt auf 8 Standorte an Ladesäulen der Maintal –Werke GmbH laden. Des weiteren stehen Ihnen Ladepunkte von Roaming-Partnern zur Verfügung.

    Mit unserer MWG-Ladekarte Ladekarte lassen sich im Verbund von ladenetz.de lückenlos alle Ladepunkte preiswert nutzen. Sie können Ihr  Elektroauto schon heute an rund 12.500 Ladestationen deutschlandweit auftanken. Und dank Roaming-Kooperationen mit anderen Ladeinfrastrukturanbietern auch über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus.

    Auch ohne Ladekarte lässt sich ein E-Auto mit der Ladeapp von ladenetz.de aufladen.

    Sie können auch Ihr Plug-In Hybrid Fahrzeug an öffentlichen Ladesäulen laden, jedoch bedenken Sie, dass in der Regel die Ladegeschwindigkeit gegenüber einem rein elektrischen Fahrzeug sehr viel langsamer ist.

  • Was bedeutet Lademanagement?

    Mit der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen nehmen auch die Herausforderungen an die notwendige Ladeinfrastruktur zu. Um auch bei einem weiteren Ausbau der E-Mobilität allen E-Mobilisten eine Lademöglichkeit zu ermöglichen und gleichzeitig einen für alle Stromkunden teuren Netzausbau zu vermeiden, muss das sog. Lademanagement angewandt werden. Lademanagement bedeutet, dass die verfügbare Netzanschlussleistung durch eine intelligente Steuerung der Ladepunkte optimal ausgenutzt wird. Über das Lademanagement kann aber auch festgelegt werden, wann ein Fahrzeug wieder vollgeladen sein soll.

  • Sollte beim Aufladeprozess mal etwas nicht funktionieren, dann?

    Sollte beim Aufladeprozess mal etwas nicht funktionieren, können Sie uns während unsere Öffnungszeiten über die Servicerufnummer (06181) 94 10 60 erreichen.
    Alternativ haben wir eine Störungs-und Notfallnummer die Ihnen 24/7 über die Rufnummer  (0241) 5100 5555 zur Verfügung steht.

  • Wie funktioniert das Laden an den MWG Ladesäulen?

    Das Laden eines Elektroautos funktioniert wie ein normaler Tankvorgang, nur dass das Laden in der Regel länger dauert.
    Geladen wird per Wechselstrom (AC = Alternating Current) mit einem Typ-2-Stecker. An unseren Normalladepunkten gibt es Wechselstrom im Bereich von 3,7 bis 22 Kilowatt ab, der für das Aufladen der Elektroauto-Batterie vom Onboard-Ladegerät des Fahrzeugs in Gleichstrom umgewandelt wird.
    Ein normaler Ladevorgang mit einem Elektroauto läuft so ab: Ladekabel holen, Ladebuchse am E-Auto (meist an der Front oder dort, wo bei Verbrennern die Tanköffnung ist) öffnen und Stecker anschließen. Dann die Ladesäule freischalten – Stecker an die Ladesäule anschließen. Nach dem Ladevorgang in der gleichen Reihenfolge das Kabel wieder abnehmen. Wie schnell der Akku aufgeladen ist, hängt von der Ladesäule, der Ladeleistung des E-Autos und vom Ladekabel ab.

    Muss ich mein eigenes Kabel zum Laden mitbringen?

    An allen öffentlichen Ladesäulen mit einer maximalen Ladeleistung von 22kW AC müssen Sie Ihr eigenes Ladekabel Typ2 Mode3 mitbringen.