PFAS im Trinkwasser – was bedeutet das für Kundinnen und Kunden der Maintal Werke?
Immer wieder ist von sogenannten PFAS die Rede. Diese Stoffe werden aktuell verstärkt diskutiert, weil sie in der Umwelt sehr langlebig sind und europaweit neue gesetzliche Vorgaben in Kraft treten.
Für viele Menschen stellt sich dabei vor allem eine Frage: Ist unser Trinkwasser weiterhin sicher?
Die klare Antwort lautet: Ja.
Das Trinkwasser der Maintal Werke ist nach aktuellem Stand gesundheitlich unbedenklich und erfüllt die gesetzlichen Anforderungen.
Kurz erklärt – was sind PFAS?
PFAS ist die Abkürzung für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Dabei handelt es sich um eine große Gruppe von Chemikalien, die seit Jahrzehnten in vielen Alltagsprodukten und industriellen Anwendungen eingesetzt werden. Ihre besondere Stärke: Sie machen Materialien wasser-, fett- und schmutzabweisend. Deshalb finden sich PFAS zum Beispiel in Outdoor-Bekleidung, beschichteten Pfannen, Lebensmittelverpackungen oder technischen Bauteilen.
Diese praktischen Eigenschaften haben jedoch eine Kehrseite. Viele PFAS sind extrem langlebig und bauen sich in der Umwelt nur sehr langsam ab. Aus diesem Grund werden sie häufig als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet. Einige dieser Stoffe können sich in Böden, Gewässern und Organismen anreichern und stehen im Verdacht, bei hoher und langfristiger Aufnahme gesundheitliche Auswirkungen zu haben.
Da PFAS weltweit genutzt wurden und teilweise noch werden, lassen sich Spuren dieser Stoffe heute in vielen Umweltbereichen nachweisen. Das betrifft grundsätzlich auch Rohwasserressourcen, aus denen Trinkwasser gewonnen wird. Genau hier setzen gesetzliche Vorgaben und regelmäßige Kontrollen an.
PFAS und Trinkwasser – was bedeutet die neue Verordnung?
Trinkwasser zählt in Deutschland zu den am strengsten überwachten Lebensmitteln. Wasserversorger sind verpflichtet, die Qualität regelmäßig zu prüfen und sicherzustellen, dass alle gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden.
Mit der Novelle der Trinkwasserverordnung wurden erstmals verbindliche Grenzwerte für bestimmte PFAS festgelegt. Ab Januar 2026 gilt ein sogenannter Summengrenzwert für eine Gruppe von 20 ausgewählten PFAS-Verbindungen. Ab 2028 werden für vier besonders relevante Stoffe nochmals strengere Vorgaben eingeführt. Diese Grenzwerte basieren auf umfassenden gesundheitlichen Bewertungen und sind so angesetzt, dass auch bei lebenslangem Konsum kein Gesundheitsrisiko zu erwarten ist.
Trinkwasser bei den Maintal Werken
Wir überwachen die Trinkwasserqualität regelmäßig und nach den gesetzlichen Vorgaben. Die Untersuchungen erfolgen mit modernen Analyseverfahren und werden fortlaufend an neue Anforderungen angepasst.
Die vorliegenden Untersuchungsergebnisse zeigen, dass unser Trinkwasser den gesetzlichen Anforderungen entspricht und uneingeschränkt genutzt werden kann – zum Trinken, Kochen und für den täglichen Gebrauch.
Hier finden Sie unsere aktuellste Trinkwasseranalyse als PDF-Datei
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Auch mit Blick auf die künftig geltenden PFAS-Vorgaben sehen wir unsere Trinkwasserversorgung gut vorbereitet. Sollte sich die Rechtslage ändern oder neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, werden die Kontrollprogramme entsprechend weiterentwickelt.
Neue Grenzwerte – was wird gemessen?
Die Trinkwasserverordnung betrachtet nicht alle PFAS einzeln, sondern fasst ausgewählte Stoffe zu Gruppen zusammen:
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Ab 2026 gilt ein Summen-Grenzwert für 20 bestimmte PFAS-Verbindungen.
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Ab 2028 folgen strengere Vorgaben für vier besonders relevante Stoffe innerhalb dieser Gruppe.
Dabei werden die einzelnen Konzentrationen addiert und mit dem jeweiligen Grenzwert verglichen. Für diese Stoffe existieren etablierte und zuverlässige Analyseverfahren.
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